Vorgeschichte

2015 begann für meinen Lebenspartner und mich die Suche nach Lebensgemeinschaft. Ich bildete eine Gruppe – den Lebenskreis – und wir trafen uns 3 Jahre regelmäßig um Möglichkeiten zu finden Gemeinschaft zu leben.

Es gab sowohl die Überlegung ein eigenes Haus zu mieten/kaufen und die Überlegung uns einer bestehenden Gemeinschaft anzuschließen. Durch die Suche und durch Seminare haben wir den Lebensgarten und einige Mitglieder kennengelernt.

Die ursprüngliche Idee gemeinsam in einem Haus zu leben hat sich für meinen Lebenspartner und mich über die Jahre verändert. Wir wurden minimalistisch und wollten nicht nur weniger besitzen, wir wollten auch auf kleinem Raum wohnen. Wir verkleinerten uns soweit, dass wir seit Mai 2017 auf 18 m² in unserem Tinyhaus wohnen. Wir wollten diese Art zu wohnen nicht für ein größeres Wohnprojekt mit dem Lebenskreis aufgeben. Unsere Vorstellung von Wohnen drifteten soweit auseinander, dass wir nicht mehr auf einen Nenner gekommen sind.

Im Herbst 2017 löste der Lebenskreis sich im Einvernehmen auf.

2018 habe ich dann Kontakt mit der WiL-Gruppe aufgenommen. Die Frage war, ob und wie wir mit unserem Tinyhaus in den Lebensgarten kommen könnten. Es gab einige Bemühungen von beiden Seiten dies zu verwirklichen, leider kamen wir damals zu keinem Ergebnis.

Da mein Lebenspartner und ich vorerst keine Möglichkeit sahen mit unserem Tinyhaus im Lebensgarten zu leben, hatten wir nach Grundstücken in der Nähe des Lebensgartens gesucht, die aber alle sehr groß für ein einzelnes Tinyhaus waren oder in einer Wohnsiedlung, was baurechtlich nicht mit unserem Haus vereinbar ist (Dachneigung, Ziegel[-farbe]), Raumhöhe, etc.).

Da ich keine andere Möglichkeit sah an ein Grundstück zu kommen, habe ich Ende 2019 Kontakt mit der Gemeinde Steyerberg aufgenommen um nachzufragen, wie ich an ein Grundstück in der Umgebung des Lebensgartens komme.

Der damalige Bürgermeister Herr Weber hat mir ein Gespräch angeboten, welches Ende Januar 2020 mit Herrn Weber, Herrn Seidenberg und Frau Schroeder stattfand. Im Rahmen dessen bot mir der Bürgermeister das Grundstück beim Bauhof an.

Für ein Tinyhaus muss eine Baugenehmigung beim Landkreis gestellt werden und Anschluss an Strom, Wasser und Abwasser gegeben sein. Deswegen wurde uns von Herrn Weber ans Herz gelegt eine Bauvoranfrage beim Landkreis zu machen, um abzuklären, ob ein Tinyhausdorf auf dem Grundstück baurechtlich durchzuführen ist. Das habe ich kurz nach dem Gespräch gemacht und die Bauvoranfrage wurde am 19.03.2020 positiv beschieden.